Naturnahe Wiesen

Eine „Gute Tat“ für die Umwelt:
Für die Natur – Für das Auge – Für den Geldbeutel

verfasst von Erhard Günter – Katholische Pfarrei Sankt Peter und Paul im Kannenbäckerland


Seit Jahren gibt es:
– einen schleichenden Rückgang an Insekten und Vogelarten
– einen schleichenden Zuwachs an Vorgärten wie Schotterwüste
– eine schleichende Zunahme der Kosten für die Pflege der kirchlichen Wiesen
Erfreulicherweise ist über Ursachen und Zusammenhänge für den erschreckenden Rückgang der Artenvielfalt eine breite gesellschaftliche Diskussion in Gang gekommen.

Das UMWELTTEAM hat dies mit zum Anlass genommen, über eventuelle Verbesserungen bei der Bewirtschaftung der Wiesen- und Rasenflächen um unsere kirchlichen Gebäude nachzudenken.


Durch eine frühe und ständige Mahd der Wiesen können sich Blühpflanzen kaum entwickeln, weil sie nicht bis zur Samenreife auswachsen können. Das Gras kann sich ohne Samen über die Wurzeln vermehren, so dass Blühpflanzen auf Dauer keine Chance haben.
Für die Artenvielfalt bei Insekten und Vögeln und die gesamte darauf aufbauende Nahrungspyramide ist aber ein ausreichendes Vorkommen an Blühpflanzen unerlässlich. Zusätzliche flankierende Maßnahmen können dazu beitragen, dass Wiesen und Gärten naturnah gestaltet werden können: Hecken, Steinhaufen, kleine Wasserstellen oder der Anbau heimischer, nicht gefüllter Staudenpflanzen sind Beispiele für eine weitere Verbesserung der Lebensräume. Nicht genutzte offene Bodenstellen sind besonders für die stark gefährdeten Wildbienen wichtig. Auch sogenannte „wilde Ecken“ mit „Allerweltspflanzen“ wie Beifuß, Schöllkraut oder Brennnesseln sind sehr wertvoll. Die Brennnessel ist z.B. Futterpflanze für die Raupen von bis zu 50 Schmetterlingsarten. „Allerweltsarten“ wie z.B. das Tagpfauenauge oder der Kleine Fuchs sind sogar darauf angewiesen.

Das UMWELTTEAM bittet PGR, VR, die OAs und die ganzen Kirchorte mit, darüber nachzudenken, was vor Ort getan werden kann, um im Sinne der obigen Textüberschrift Verbesserungen zu erreichen.
Wichtig ist:
– es gibt keine pauschale, für jeden Standort gleiche Vorgehensweise
– Veränderungen in der Natur müssen sich entwickeln, das geht nicht mit der Brechstange und es braucht seine Zeit
Wir regen an, dass die OAs wegen der besseren Ortskenntnisse vorrangig überlegen, was sinnvoll sein könnte. Es wäre hilfreich, wenn von jedem Kirchort eine Person benannt würde, die dessen Planung leiten könnte. Gerne kann dies auch mit dem UMWELTTEAM gemeinsam erfolgen.

Wir können die Defizite in anderen Bereichen, z.B. durch großflächige, landwirtschaftliche Monokulturen, nicht ausgleichen. Aber wir können Bewusstsein schaffen und in Ehrfurcht vor Gottes wunderbarer Schöpfung das Unsrige tun. Dann dürfen wir im Glauben darauf vertrauen, dass Gott das, was fehlt, hinzufügen wird.

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